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Volle Erwerbsminderung, obwohl nur eine teilweise Erwerbsminderung vorliegt?

Die volle Erwerbsminderung liegt an sich nur vor, wenn die Erwerbsfähigkeit auf unter drei Stunden täglich gesunken ist. Abweichend von diesem Grundsatz liegt aber nach der Rechtsprechung des BSG auch dann vor, wenn der Versicherte täglich mindestens drei bis unter sechs Stunden erwerbstätig sein kann, also teilweise erwerbsgemindert ist und der Teilzeitarbeitsmarkt verschlossen ist. Zudem kann die volle Erwerbsminderung auch dann vorliegen, wenn der Versicherte zwar mehr als drei oder sechs Stunden erwerbsfähig sein kann, die Erwerbsfähigkeit aber durch eine Summierung ungewöhnlicher Leistungseinschränkungen oder durch schwere spezifische Leistungsbehinderung gemindert ist.